Visionen der Zukunftsstadt übergeben

10. Juni 2016 Allgemein

Bürgermeister Axel Fuchs nahm Dokumentation bei Abschlussveranstaltung in der Schlosskapelle in Empfang

Mit der  Übergabe der Dokumentation „Vision“ an Bürgermeister Axel Fuchs endete die erste Phase des Wettbewerbs „Jülich 2030+ – Bürger.Schaffen.Zukunft.“ . Mit 51 weiteren Städten im Bundesgebiet hat sich die Stadt Jülich im Rahmen des Wettbewerbs „Zukunftsstadt“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung auf den Weg gemacht, Ziele und Modelle für eine attraktive Zukunft zu entwerfen. Im Mittelpunkt standen die Themen Quartiersentwicklung, Soziale Teilhabe/Diversity, Bildung, Infrastruktur und Mobilität. Im Rahmen einer Abschlussveranstaltung in der Schlosskapelle in der Zitadelle wurden nun die vielfältigen Ergebnisse des Projektes vorgestellt.

 Jülicherinnen und Jülicher waren in diesem Wettbewerb aufgerufen, ihre Ideen hierzu einzubringen. Während der elfmonatigen Projektphase berieten Bürgerinnen und Bürger, Ratsvertreter, Verwaltung, Wissenschaftler und Wirtschaftsvertreter gemeinsam über eine nachhaltige und ganzheitliche Vision, die sich an den Bedürfnissen der Menschen vor Ort orientiert.

Unter 168 Kommunen bundesweit wurde Jülich neben 51 weiteren Städten und Gemeinden für die erste Phase des dreistufigen Wettbewerbs ausgewählt. Im „Wissenschaftsjahr 2015 – Zukunftsstadt“ war die Stadt Jülich unter Federführung der Stabsstelle Stadtmarketing viele Monate dabei, die groben Leitlinien für die Vision Jülich 2030+ mit Beteiligungsworkshops, Fragebogenaktionen und Online-Plattformen zu entwickeln. Dabei wurden erste Umsetzungsvorschläge konzipiert und Handlungsempfehlungen abgeleitet. Das „Team Zukunftsstadt“, das sich konstituierte, stellte sicher, dass alle Anregungen, Ideen und Wünsche der Bürgerinnen und Bürger in die Entwicklung der Vision einfließen konnten. Die Teammitglieder waren daran interessiert, zu erfahren, welche Zukunftsthemen den Jülicherinnen und Jülicher ganz besonders am Herzen liegen. Anhand von Stimmzetteln konnte zunächst über die Arbeitsschwerpunkte und die Zusammensetzung des Teams abgestimmt werden von Bauen und Wohnen, Bildung und Soziales über Energieversorgung, Forschung, Freizeit, Gesundheit, Mobilität und Stadtentwicklung bis zu Kultur und Umwelt.

Im Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern wurden mit Stimmzetteln, mittels Onlinebefragung und einem Stand in der Innenstadt Informationen ausgetauscht: so konnte der Wettbewerb in die Bürgerschaft und deren wichtige Zukunftsfragen in das Projekt transportiert werden. Das mit Unterstützung der Wissenschaft ermittelte Ergebnis diente der Vorbereitung von Workshops,  die im November, Februar, März und April stattfanden. Im ersten Workshop im November haben rund 100 Bürgerinnen und Bürger viele Ideen für das Leben in Jülich im Jahr 2030 entwickelt. Die Teilnehmer hatten Freude daran, sich an den Planungen zur Zukunftsstadt zu beteiligen. Im zweiten Bürgerdialog im Februar konnten die entworfenen Ideen Gestalt annehmen. Fünf Referenten aus Hochschulen, Beratungsunternehmen und Industrie- und Handelskammer gaben in den Arbeitsgruppen einen Impuls zu den Themen Quartier und Quartiersentwicklung, Infrastruktur, Soziales und Bildung, Soziale Teilhabe sowie Verkehr und Mobilität und  begleiteten im Anschluss die Arbeit in den Gruppen.  Ein darauf aufbauender dritter Workshop machte die wichtigsten Zukunftsthemen für Jülich greifbar. Abschließend wurden diese Ergebnisse dokumentiert und  sind nun Bewerbungsgrundlage für die nächste Projektstufe.

Das Ministerium plant bis zu 20 Städte, Gemeinden und Landkreise zu fördern, die ein nachhaltiges Planungs- und Umsetzungskonzept ihrer Visionen 2030+ erarbeiten. Jülich wird sich ebenfalls für die Phase 2 bewerben, um mit finanzieller Unterstützung und wissenschaftlicher Begleitung ein Planungs- und Umsetzungskonzept für die in Phase 1 entwickelte nachhaltige und ganzheitliche Vision 2030+ zu erarbeiten.  Am 1. August gibt das Bundesministerium für Bildung und Forschung bekannt, ob Jülich dann unter den 20 Kommunen ist, die in Phase 2 starten können. Diese beginnt am 1. November 2016.  Insgesamt umfasst der Wettbewerb „Zukunftsstadt“ drei Phasen: von der Entwicklung einer Vision über die Planung der Umsetzung bis hin zur Umsetzung selbst. Nach der 2. Phase werden 2018 noch bis zu acht Kommunen die Chancen erhalten, die von ihnen entwickelten Visionen in die Realität umzusetzen.

 

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